Helping Hands Charity Event

Gemeinsam setzen die Teilnehmer bei diesem Charity Event in kleinen Teams von drei bis vier Personen Handprothesen für Landminen-Opfer zusammen. Diese Handprothesen werden in Konfliktregionen kostenfrei an Betroffene verteilt und ermöglichen ihnen durch den Greifmechanismus das Aufnehmen und Tragen von Gegenständen sowie das Schreiben – und damit eine Wieder-Teilnahme am „normalen Leben“. So erleben die Teilnehmer einerseits intensives Teambuilding, andererseits das gute Gefühl, mit dem Ergebnis ihrer Arbeit einem Menschen ganz konkret helfen zu können.

Ablauf der Veranstaltung

Am Anfang des Events steht die Überraschung: keiner weiß, was geplant ist. Teambuilding steht auf dem Programm. Auf den Tischen finden die Teilnehmer neutrale Kartons mit dem Hinweis, dass diese nicht ohne explizite Aufforderung geöffnet werden sollen.

Im Rahmen einer beamergestützten Präsentation lüftet unser Projektleiter dann das Rätsel: Aufgabe ist es, in kleinen Teams à drei bis vier Personen echte prothetische Hände zu bauen, die als Spende an Landminenopfer weitergegeben werden.

Jedes Team erhält einen Bausatz mit schriftlicher Bauanweisung. Jeder Teilnehmer verwendet zudem einen speziellen Handschuh für seine dominante Hand (Linkshänder oder Rechtshänder), der ihm die Möglichkeit des Greifens nimmt. Dadurch wird einerseits beim Zusammenbau eine enge Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern notwendig, andererseits erleben die Teilnehmer, wie einschränkend eine Behinderung ist und können besser nachempfinden, wie wertvoll eine Handprothese für den Betroffenen ist.

Beim Zusammenbau im Team fungiert unser Projektleiter bzw. unser Team als Help Desk und steht den Teilnehmern bei Rückfragen gern zur Verfügung.

Nach erfolgreicher Montage gestaltet jedes Team das Etui, in dem die Handprothese  später dem Betroffenen übergeben wird, individuell. Zudem machen wir ein Foto des Teams mit dem Etui, das wir der Prothese beilegen, damit der Empfänger sieht, wer die Prothese für ihn angefertigt hat.

Preis

  • Preis pro Person ab 32 Personen: ab Euro 99 (netto)
  • kleine Gruppen auf Anfrage
  • Diese Preise gelten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19%.
  • Gastronomische Leistungen sind in diesen Leistungen nicht enthalten.

Ein Bausatz kostet uns im Einkauf 250 Euro. Damit sind nicht nur die Produktionskosten und die Weiterentwicklung der Handprothesen durch die LN4 Foundation abgedeckt, sondern auch die Logistikkosten, insbesondere nationale und internationale Frachtkosten, sowie der organisatorische Aufwand der Odyssey Teams Incorporated.

Wir berechnen einen Aufschlag für unseren organisatorischen Aufwand und das Honorar für unser Personal, das die Veranstaltung mit Ihnen durchführt.

Varianten

  • auch für (sehr) große Gruppen geeignet
  • räumlich flexibel: die Aktivität wird indoor oder outdoor an Tischen durchgeführt; wir empfehlen einen Tisch pro Team von drei bis vier Personen oder zwei Teams teilen sich einen größeren Tisch
  • gern kommen wir an den Ort Ihrer Wahl (z.B. Ihr Tagungshotel), schlagen Ihnen aber auch gern ein geeignetes Restaurant vor
  • nach Absprache bieten wir das Helping Hands Charity Event deutschlandweit an

Zeitbedarf

  • flexibel an Ihren zeitlichen Rahmen anpassbar
  • in der Regel 2 bis 2,5 Stunden Aktivität (einschließlich Einführung)

Hintergrund: Landminen-Opfer

1997 beschlossen 122 Länder zukünftig auf Anti-Personen-Landminen zu verzichten. Seitdem sind die Opferzahlen deutlich zurückgegangen. Doch noch immer lagern in aktuellen und ehemaligen Krisengebieten Millionen Landminen. Mehr als 60 Länder sind betroffen, insbesondere Afghanistan, Angola, Syrien, die Ukraine, Kambodscha, Vietnam, Bosnien und Herzegowina. Schätzungen gehen von mindestens 500.000 Menschen aus, die durch Landminen Gliedmaßen oder das Augenlicht verloren haben und ein Leben lang auf Unterstützung angewiesen sind. Eine Unterstützung, die sie oft nicht erhalten, weil keine Gesundheits- und Sozialsysteme wie wir sie kennen existieren.

Idee

Die LN4 Foundation wurde von Ernie und Mari Meadows gegründet. Sie erinnert an ihre Tochter Ellen Meadows, die mit 18 Jahren tödlich verunglückte.

Aufgabe der Stiftung ist es, eine Handprothese zu produzieren, die einfach und robust in der Anwendung sowie weitgehend wartungsfrei ist, so dass sie sich für den Einsatz in Entwicklungsländern eignet.

Diese Prothese wird kostenlos, d.h. als direkte Spende, an die Empfänger, oft Opfer von Landminen, abgegeben, die sich aufwändigere Prothesen nicht leisten können.
Die Prothesen verändern das Leben der Betroffenen nachhaltig und ermöglichen ihnen ein deutlich selbständigeres Leben. Im Vergleich zu Geld-, Nahrungs- und vielen anderen Sachspenden ist sichergestellt, dass die Handprothesen den Betroffenen auch tatsächliche zugutekommen und kein Schwarzmarkt entsteht.

Bislang wurden im Rahmen von Teamevents über 30.000 Handprothesen zusammen gebaut. Ausgehend von den USA, in denen die Idee entstanden ist, hat sich das Konzept über Australien, Neuseeland und England nun auch nach Deutschland weiter verbreitet, wo erste Events im Herbst 2016 durchgeführt wurden.

beteiligte Akteure / Logistikkette

Im Rahmen der Umsetzung der Idee eines Teambuildings Helping Hands arbeiten gemeinnützige und gewinnorientiert arbeitende privatwirtschaftliche Organisationen zusammen. Konkret sieht die Logistikkette wie folgt aus:

  1. Die Ellen Meadows Prosthetic Hand Foundation (kurz: LN4 Foundation) aus Kalifornien als gemeinnützige Organisation hat die Handprothesen entwickelt und baut sie.
  2. Die Odyssey Teams Incorporated, eine Eventagentur aus Kalifornien, hat das Konzept für die Teambuildings als Charity Events entwickelt, setzt einerseits selbst Events um und organisiert andererseits den Versand der Bausätze an Partneragenturen weltweit.
  3. Partneragenturen vor Ort führen Charity Team Events für ihre Kunden durch. Die Berliner Teamevents ist eine davon.
  4. Im Anschluss an die Veranstaltung gehen die Handprothesen zurück an Odyssey Teams Incorporated, die eine Qualitätsprüfung durchführen und sie für die weitere Verteilung an die LN4 Foundation weiterleiten.
  5. Die LN4 Foundation arbeitet traditionell mit Rotary International zusammen, die ehrenamtlich die Verteilung eines Großteils der Prothesen vor Ort übernehmen. Neben den Rotariern sind aber auch andere Ehrenamtliche, sogenannte Ambassadors, auf eigene Kosten vor Ort bei der Verteilung aktiv. Diese ehrenamtlichen Helfer tragen nicht nur ihre eigenen Reisekosten, sondern sämtliche mit der Verteilung vor Ort verbundenen Kosten.